Alexandra

Aus dem Infinite Adventures Wiki von Tobias Frei, infiniteadventures.de

Protagonistin der Infinite Adventures
Name
Alexandra
Spezies
Mensch
Personalpronomen
sie, ihr
Geburtsplanet
Örs, Söl
Beruf
Feuerleitoffizierin der 4-6692,
Literaturkritikerin für die ÖrzKäpitöl Times,
PHÖNIX-Agentin (»X«)
Erste Erwähnung
IA1, Kapitel »Alexandra«
Letzte Erwähnung
IA3, Kapitel »Äquatorialer Burgbesuch«
Titelmelodie
»Satoris Theme, Third Eye«
aus Touhou 11 (Chireiden, Subterranean Animism)
von Jun’ya Ota (ZUN)

»Eine halbe Tonne?!«, meinte yury entsetzt. Dann griff er nach einem kleinen, etwa handgroßen Barren auf dem Stapel. Zuerst dachte er, das Gold sei mit Klebstoff befestigt, aber als er es dann schaffte, den Barren anzuheben, bemerkte er, dass dieser einfach nur unerwartet schwer war.

»19 Kilogramm pro Liter, fast doppelt so schwer wie Blei«, kommentierte Alexandra gelassen, während sie einige wenige Barren in ihren Rucksack packte. yury stand währenddessen fassungslos vor dem Goldstapel und schien nur langsam zu begreifen, dass er von dem riesigen erbeuteten Schatz fast nichts mitnehmen konnte.

Dann dachte Alexandra kurz nach. »Eigentlich sollten wir uns darüber freuen. Wir können eben nur ein paar Kilogramm mitnehmen, das stand ja von Anfang an wahrscheinlich auch für dich fest. Du hättest nur nicht erwartet, dass die Beute so klein ausfallen würde. An ihrem Wert ändert das nichts.«

Infinite Adventures, Auflage 1, Seite 87

Alexandra (griechisch: »die Verteidigerin der Männer«) ist eine ausdrücklich passend benannte (»aptronyme«[1]) Protagonistin der Infinite Adventures. Anders als ihre drei Kollegen Orakel, Free und yury erscheint sie nicht im ersten Kapitel, sondern tritt durch deren Befreiung aus einem chinesischen Gefängnis auf die Bildfläche. Orakel möchte die Fremde zunächst aus dem Fluchthelikopter werfen, lässt sich dann jedoch zu einer Zusammenarbeit überreden.

Mit hoher chemischer Begabung und Goldliebe entwirft Alexandra einen Plan zum Diebstahl von Goldbarren aus dem amerikanischen Fort Knox. Die erfolgreich gestohlenen Barren bilden später als interstellar verkäufliches Diebesgut die Grundlage für das Wohnen und Agieren der Protagonisten auf Örz.

Neben ihrer Haupttätigkeit als Feuerleitoffizierin der 4-6692 ist sie als Literaturkritikerin für die KäpitölTimes tätig.

Chemie

Ob Alexandra jemals offiziell als Chemikerin berufstätig war, ist unbekannt. Sie hat eine Vorliebe für explosive Mischungen und gibt sich bei einem Zwischenaufenthalt in Kanada gegenüber der Organisation der »International Conference on Chemistry and Technology of Explosives« als interessierte Chemiestudentin aus.

Alexandra stieß durch Zufall auf die »International Conference on Chemistry and Technology of Explosives«, die dieses Jahr in Sudbury stattfand. Obwohl sie nicht offiziell angemeldet war, stellte der zuständige Sekretär der »interessierten Chemiestudentin«, die »zufällig in der Nähe Urlaub machte«, aus Nachsicht einen Teilnahmeausweis aus.

IA1, Kapitel »Greater Sudbury«

Zudem lässt sie die über den $cann0r vom FBI extrahierte Chemiedatenbank auf Örz als Folienbuch im A4-Format drucken und nimmt zumindest einen Teil ihres chemischen Equipments auf Reisen durch das Weltall mit.

»Nur, weil die Computer so modern sind, muss der Buchdruck ja nicht ausgestorben sein«, fand Alexandra. »Ich würde mir die Chemie-Datenbank, die ihr vom FBI-Server gestohlen habt, übrigens gerne als Buch drucken lassen. Vielleicht finden wir ja jemanden, der das anbietet. Der Preis ist relativ egal.«

IA1, Kapitel »Örz«

Ein physisches Exemplar der FBI-Chemiedatenbank, mit grünem Stoff auf hartem Plastikumschlag überzogen und auf weiße A4-Folien gedruckt, lag auf dem Schreibtisch. Die Reagenzglasreihe daneben war etwas angestaubt, doch Alexandra hätte sich niemals ohne ihr Werkzeug tausende Lichtjahre von ihrer Heimat entfernt. Konsequenterweise befand sich eine kleine Axt unter dem Bett, ein Flammenwerfer in der Nachttischschublade und eine kleine Paralysepistole neben der Tischlampe. Alexandra betrachtete sich nicht als zivilen Gast des Militärschiffs, sondern als frei operierenden Teil der Besatzung.

IA3, Kapitel »Das Ende der galaktischen Normalität«

Waffenaffinität

»Wieso landen wir nicht?«, fragte Alexandra nach einer Weile, obwohl sie die Antwort genau kannte. Das dort unten roch nach Gefahr, und Alexandra stürzte sich in Gedanken bereits mit einem Flammenwerfer bewaffnet ins Abenteuer. IA1, Kapitel »Notruf im All«

Alexandra ist bekannt für ihre Affinität zu Nah- und Fernkampfwaffen aller Art. Sie trägt eine Axt am Gürtel, der als wiederkehrendes Motiv zunächst eine Glastür und ein Fenster in Legisla[2] sowie später die Selbstsicherheit des Bordpersonals der Vängefül Destrüktiön[3] zum Opfer fallen.

Alexandra verkniff sich einen spöttischen Kommentar zum letzten Satz und ging in ihre Kabine, um sich für die bevorstehende Mission einzukleiden und zu bewaffnen. Die größeren Geschütze waren in Lagern verstaut, aber kleinkalibrige Impulslaser und Paralysatoren befanden sich in Griffweite neben ihrem Bett. Orakel hatte einmal nachgefragt, ob sie gelegentlich schlafwandle und damit auf Gespenster schießen wolle – das sei nicht der Fall, aber man wisse nie, wann die nächste Piratentruppe an Bord erscheine. Seitdem klopfte er vor Besuchen besonders sorgfältig außen an die Kabinentür. IA2, Kapitel »Der ugghy-Coup«

Die von Alexandra besessenen oder eingesetzten Distanzwaffen reichen von individuellen Laser- und Paralysepistolen über Flammenwerfer bis hin zur Nämäsis-Kanone des Raumschiffs 4-6692.

Durch die entstandene Lücke im Schirm des Papierfliegers ließ Alexandra exakt 31 Kanonenschüsse in das gegnerische Schiff einschlagen. Hinter den vier Freunden explodierte der mit Plutonium betriebene Roboter in einer gewaltigen Atomexplosion; ein nachfolgendes Raumschiff verbrannte in der künstlich geschaffenen Sonne. IA1, Kapitel »Papierflieger mit Lasern«

Alexandra als Orakel

Unter dem Einfluss eines Chitintrihalogenid-haltigen Bargetränks prophezeit Alexandra »Tod und Verderben« und bringt Orakel mit dem Hinweis, er müsse tun, was er für notwendig halte, außer Fassung. Die gleiche Anweisung hatte er zuvor vor dem Gesetz von einem Türsteher erhalten.[4]

PHÖNIX

Als kurzfristig eingesprungener Ersatz für das von einem Blumentopf erschlagene »X« von PHÖNIX wagt Alexandra einen Vorstoß in das Herz des Mechanischen Reichs und identifiziert einen Hochhauskomplex auf Eta Carinae ABC 2 als den Schlüssel zum Ende des Carinakriegs.

Verhältnis zu CombatCookie

Aus Sicht der Elektronikingenieurin CombatCookie ist Alexandra verantwortlich für die Zerstörung ihrer Karriere. Die Protagonistin hatte aus einem FBI-Labor den $cann0r, einen Prototyp zur Atomspektroskopie in Form eines blauen USB-Sticks, gestohlen.[5] Bei einem Showdown über den Wolken von Eta Carinae ABC 2 versucht die Bestohlene, die Diebin mit einem Lasercutter in die Tiefe zu befördern.[6] Ausnahmsweise ist es Orakel, der in dieser Situation seine Beschützerin vor dem Tod bewahrt.[7]

Verhältnis zu Orakel

Ein mehr als nur freundschaftliches Interesse an Orakel wird an einigen Romanstellen angedeutet. Alexandra erkundigt sich bei einem Raumflug, ob Orakel auf der Erde eine Freundin habe,[8] und befindet sich gegen Ende der Abenteuer mindestens in bequemer Gesprächsdistanz zu ihrem Kollegen, als dieser erschöpft auf seine Matratze fällt.[9]

Dass Orakel einer fremden alten Dame namens Ingrid gegenüber behauptet, er sei nicht nur Geschäftsführer eines Großkonzerns, sondern erwarte zudem ein Kind von Alexandra, stößt seiner angeblichen Freundin hingegen übel auf.[10]

Parallelen zu anderen Charakteren

Die Bereitschaftstechnikerinnen Ämändä und Läntänä Könstrüktä des Generationenschiffs El Dörädö agieren in ihrer Umgebung ähnlich pragmatisch und kämpferisch wie Alexandra. In der Ezt Indüä Kmpnö übernimmt das Eichhörnchen Büri die Rolle der Feuerleitoffizierin.

Aussehen

Im Roman 5071 wird Alexandra als »eine brünette Frau mit grünen Augen, etwa 1,75 Meter hoch, athletisch und eindeutig gefährlich« beschrieben.

Eine brünette Frau mit grünen Augen, etwa 1,75 Meter hoch, athletisch und eindeutig gefährlich, betrat mit einer Axt den Raum, schaltete die Beleuchtung ein und brüllte ihre Mitbewohner aus dem Schlaf. Als sie SoulOfTheInternet erblickte, senkte sie überraschenderweise die Axt und schien gar zu lächeln. Dann schmiss sie die Waffe beiseite, griff nach einem großen Eimer und begann zu SOTIs Erschrecken damit, diesen mit Wasser zu füllen. Dem Besucher wurde bewusst, dass die Situation etwas komplizierter als üblich war. »Nicht mit Wasser löschen! Das ist ein Metallbrand! Wasser explodiert.«

»Du Held«, stöhnte Alexandra und riss den Küchenschrank auf. »So viel Salz haben wir nicht im Haus.«

5071, Kapitel »Ausbruch 2040«

KI-Liedtext: Damn You, Alexandra

(Spoken intro)
Damn You, Alexandra.

My name is Combat Cookie and you’ve ruined my life,
yet there is something I adore in you and your behavior.

(Verse 1)
You walk in like thunder, unshaken, untamed
Steel in your hands, fire runs through your veins
Your emerald eyes cut through my soul
And I hate that I notice, I hate that I know

(Pre-Chorus)
You break me, you bend me, you laugh as I burn
Still, I crave every lesson I never will learn

(Chorus)
Damn you, Alexandra, why do I stare?
Why does your voice linger deep in the air?
You’re my rival, my ruin, my reason to fight
Yet here I am singing your name in the night

(Verse 2)
You smirk like you own me, you swing like you rule
I should despise you, but I’m such a fool
Your confidence cuts like the blade in your hand
Yet somehow, I’m lost in the way that you stand

(Pre-Chorus)
You haunt me, you taunt me, you get in my skin
I should chase you away, but I let you back in

(Chorus)
Damn you, Alexandra, why do I care?
Why does your shadow feel like it’s there?
You’re the battle, the burn, the thorn in my side
Yet here I am singing your name in the night

(Bridge)
This isn’t a love song, I swear it’s not
Just words I regret and feelings I fought
So why does my heart beat wild in my chest?
Why do I envy the way you possess—

(Abrupt Ending)
No. No, this is stupid.
I refuse—
I—
...Damn you, Alexandra.

KI-Liedtext: Auf Ugghy unter Irby

(strophe 1)
die sonne prallt auf grauen stein,
beton so roh, durch glas hinein.
hier trennt das wort, hier fällt das licht,
gesetze knebeln, brechen nicht.

(refrain)
auf ugghy unter irby,
wo jeder satz ein urteil ist.
auf ugghy unter irby,
wo freiheit selbst ein traum vergisst.

(strophe 2)
alexandra schleicht sich leicht,
bis sie im dach ihr ziel erreicht.
der schlüssel liegt im schattenlicht,
für ihre freunde reicht es nicht.

(refrain)
auf ugghy unter irby,
wo jeder satz ein urteil ist.
auf ugghy unter irby,
wo freiheit selbst ein traum vergisst.

(bridge)
in den schatten, hoch hinauf,
stahl und feuer, lichter tauf’.
schlüssel in der festen hand,
ein monster rastet aus dem stand.

(strophe 3)
galaxievernichter drei,
stahlkoloss und macht so frei.
blitze brennen durch das grau,
legislas gefängnis auf.

(letzter refrain – lauter, dunkler)
auf ugghy unter irby,
beton zerbrach, diktator bebt,
auf ugghy neben irby,
wo legisla in flammen steht.

Einzelnachweise

  1. IA3, Kapitel »Das Ende der galaktischen Normalität«
  2. IA2, Kapitel »Der ugghy-Coup«
  3. IA3, Kapitel »Das Ende der galaktischen Normalität«
  4. IA2, Kapitel »Außerordentliche Sitzung«
  5. IA1, Kapitel »Die Höhle des Löwen«
  6. IA3, Kapitel »Kalte Rache«
  7. IA3, Kapitel »Grüße aus Manhattan«
  8. IA1, Kapitel »Notruf im All«
  9. IA3, Kapitel »Ein alter Bekannter«
  10. IA1, Kapitel »HPW Industries«